Brennendes Thema
Geschrieben von: Claudia Klaft Dienstag, den 03. Januar 2012 um 11:44 Uhr
Das Feuer lodert, doch wenn man nicht aufpasst, erlischt es – Burn Out.
Mit dieser Problematik beschäftigte sich die zweite Veranstaltung des Fortbildungs- und Innovationskreises nano.

| Der Kreis regionaler Unternehmer und Dienstleister im medizinischen und kommunikativen Bereich findet sich einmal jährlich zusammen, um ein Thema aus den unterschiedlichsten Perspektiven zu beleuchten. Und so trafen sich im September 2011 die Initiatoren zusammen mit ihren Gästen in der historischen Kulisse des Schlosses Jühnde, um – umrahmt von Feuer installationen – das Thema ,Burns‘ im wahrsten Sinne des Wortes zu beleuchten. Geladen waren externe Spezialisten, die | Einblicke in ihr Fachgebiet gaben. Von der Suchtabteilung der Asklepios Fachklinik in Göttingen berichtete ChefärztinChristel Lüdecke. Das Fixer-Image geltenicht mehr, denn schon längst sei dieSucht in den oberen Führungsetagen angekommen.Ein großer Teil der Patientenseien Manager und Unternehmer, die derberuflichen Belastung nicht mehr Standhielten.„Was macht das Leben mit uns?“ wardann auch eine der Fragen, auf die Marti Gunga einging. | Der Chefarzt der Tagesklinik und Institutsambulanz Lippstadt erläuterte die Erscheinungs- und Therapieformendes Burn-Out. Doch er machteauch klar, dass die Behandler selbst oft amRande ihrer Erschöpfung arbeiten.Wie sich totale Erschöpfung anfühlt erzählteThorsten Logemann, Vorstand intersoftconsulting services. Er war selbstein Workaholic, der sich mit Medikamentenbetäubte, bis die überlastete Psyche | |||||||||||||||||||||

| sich mit einer dauerhaften Schmerzsymptomatik nicht mehr leugnen ließ. Selbst nach einer Behandlung fällt es ihm immer noch schwer, sich in Alltag und Urlaub zu entspannen. Schon kurze Momente reichen, um sich dem Druck zu entziehen, sagte Trainerin, Referentin und Coach Astrid Böttger. Sie zeigte den Teilnehmern, wie man „aus den unüberschaubaren Weiten der täglichen Herausforderungen hin zu Stärke und Gelassenheit mithilfe von kleinen alltagstauglichen Übungen“ findet. Zum Beispiel Wartezeiten zur inneren Einkehr nutzen, statt sich darüber zu ärgern – sich aktiv dem Rhythmus zu entziehen, lautet ihr Rat. Ein Finale voller Symbolik und Bildern bot der Feuerkünstler Kain Karawahn. ,Anachronismus und Poesie des Ausbrennens‘ hieß sein Vortrag. Bereits in grauer Vorzeit habe der Schutz des Feuers eine wichtige Rolle bei der Sozialisierung der Gemeinschaft gespielt. Wenn es durch | Unachtsamkeit erlosch, dann ging damit auch die gesellschaftliche Bindung verloren – bedeutungsvoll und nachdenklich ging der Abend zu Ende. „Wir alle haben ein Lebenskonzept, indem ein Burn-Out passieren kann“, sagt Friedemann Baum, Leiter des Diagnostischen Brustzentrums und einer der nano-Initiatoren. „Deswegen hatten wir dieses Thema ausgesucht, um uns darüber zu informieren, Denkanstöße zu bekommen und zu reflektieren, was man für sich selbst sowie andere tun kann.“ Doch die Auswahl des Themas sei nur ein Aspekt zur Gestaltung eines solchen Abends. Dazu gehöre die besondere Mischung aus Informationen und besonderem Ambiente, Stimmung und Atmosphäre. „Schon allein die Vorbereitung eines solchen Treffens ist kommunikativ und inspirierend“, findet Just Krüger, Zahnarzt der Gemeinschaftspraxis Z17 |
Gemeinsam mit dem Sanitätshaus o.r.t., der Praxis Osteopathie und Physiologie P. Gyllenstieg und A. Sturm, das Neue Pentadent Dentallabor und Astrid Böttger haben sie nano 2009 gegründet. „Die Zusammensetzung der Gruppe hat sich so entwickelt“, meint Krüger. Menschen mit unterschiedlichen Berufen, die über ihr Fachgebiet hinaus Anregungen aufnehmen und Entwicklungen begleiten wollen. „Unser Zusammenschluss hat keinen kommerziellen Hintergrund“, betont Friedemann Baum. Wichtig sei der Aspekt des Netzwerkens – weswegen zu solchen Veranstaltungen auch jeder Initiator sieben Gäste einlädt. Immer nach dem jeweiligen Thema ausgewählt, ergibt sich so eine wechselnde Mischung verschiedenster Begegnungen. Die Planungen für das Jahrestreffen 2012 laufen. Die Initiatoren brennen schon darauf, wieder ein aktuelles Thema zu beleuchten. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||


